Das Arbeitsrecht ist ein facettenreiches Rechtsgebiet, welches sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer betrifft. Durch seine Aktualität und regelmäßigen Anpassungen verändert es sich kontinuierlich und hat daher eine erhebliche Auswirkung auf das Arbeitsleben von Millionen Person. Der größte und bekannteste Teil des Arbeitsrechts beruht auf gesetzlichen Vorgaben, sowie auf Urteilen aus dem Arbeitsrecht.
Gerichtsurteile prägen Arbeitsrecht – Definition von Arbeitnehmer- und Arbeitgeberrechten durch richterliche Entscheidungen (Symbolfoto: microstock3D /Shutterstock.com)
Urteile im Arbeitsrecht entstehen, wenn eine Streitsache vor Gericht verhandelt wird und der zuständige Richter oder die zuständige Richterin eine Entscheidung fällt. Diese Entscheidungen, die in gesetzlichen Formulierungen oft nicht konkretisiert sind, werden in der Rechtsprechung als Präzedenzfälle herangezogen und beeinflussen nachfolgende ähnliche Fälle. So befassen sich beispielsweise viele dieser Urteile mit Fragen wie Arbeitszeiten, Kündigungsschutz, Urlaubsanspruch oder Verdienstunterschieden. Besonders in den Bereichen des Gleichstellungsgesetzes oder des Allgemeinen Gleichstellungsgesetzes ergeben sich immer wieder neue Fragestellungen, die vor Gericht geklärt werden müssen und somit zu neuen Entscheidungen führen.
Der Vorteil der regelmäßigen Aktualisierung des Gesetzbuchs durch gerichtliche Urteile liegt darin, dass der Gesetzgeber situativ und flexibel auf aktuelle Entwicklungen in Wirtschaft und Gesellschaft reagieren kann. Damit trägt das Arbeitsrecht dazu bei, ein gerechtes und ausgeglichenes Verhältnis zwischen den Parteien in der Arbeitswelt zu schaffen und aufrechtzuerhalten.
Es ist daher von großer Bedeutung, sowohl für Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer, immer auf dem aktuellsten Stand der Arbeitsrechtsprechung zu sein. Hierbei helfen juristische Fachzeitschriften, Weiterbildungen oder Vorträge von Experten und das heranziehen entsprechender Urteile. Die Kenntnis aktueller Urteile im Arbeitsrecht ist nicht nur wichtig, um im Falle eines Arbeitsrechtsstreits gewappnet zu sein, sondern auch, um prophylaktisch eventuelle Rechtsverstöße zu vermeiden und sich über seine Rechte und Pflichten im Klaren zu sein. So schafft das Arbeitsrecht ein solides Fundament und sorgt für Verbindlichkeit in unserem Arbeitsalltag.
Ausgewählte Gerichtsentscheidungen aus dem Arbeitsrecht
In dieser Rubrik stellen wir regelmäßig ausgewählte interessante Urteile aus dem Arbeitsrecht vor. Dabei geht es um verschiedene Bereiche des Arbeitsrechts, die für Arbeitnehmer wie Arbeitgeber gleichermaßen relevant sind. Etwa Urteile zu Kündigungsschutz und Abfindungen, Urlaubsansprüche, Elternzeit, Diskriminierung am Arbeitsplatz, Zeugnisrecht, Befristungen, Arbeitszeitregelungen oder auch zum Betriebsübergang. Wir analysieren die Urteile, erklären die Rechtslage und zeigen auf, was sie für die Praxis bedeuten. Durch die Besprechung aktueller Gerichtsentscheidungen erhalten Sie einen guten Überblick über wichtige arbeitsrechtliche Themen und Rechtsprechung. Ob es um die Frage geht, unter welchen Voraussetzungen eine fristlose Kündigung gerechtfertigt ist, oder um die Höhe einer angemessenen Abfindung – wir bieten kompetente Einschätzungen und Hilfestellung.
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Eine Personaldisponentin aus Mecklenburg-Vorpommern wählte die fristlose Kündigung des Arbeitnehmers, nachdem ihr Chef das gesamte Team wegen zeitgleicher Krankmeldungen beim selben Arzt strafrechtlich angezeigt hatte. Plötzlich droht die Erschütterung des […]
Ein Arbeitgeber in Brandenburg plante die Beförderung eines internen Reha-Ausbilders zum Bereichsleiter, doch der Betriebsrat pochte auf die Vorstrafen bei der Versetzung eines Mitarbeiters und erzwang ein behördliches Führungszeugnis. Obwohl […]
Ein schwerbehinderter Laborant forderte nach acht Jahren im bayerischen Hochschulwesen seinen Anspruch auf eine Einstellung bei einer Schwerbehinderung für eine neue befristete Stelle ein. Trotz seiner fachlichen Eignung und der […]
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Ein Mitarbeiter mit 37 Dienstjahren fordert einen nachträglichen Anspruch auf Speed-Prämie, nachdem er bereits einen Aufhebungsvertrag über 300.000 Euro unterzeichnet hatte. Er pocht auf eine mündliche Zusage der Personalabteilung, die […]
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Ein Elektroanlageninstallateur erklärte seinen Widerspruch gegen den Betriebsübergang erst zwölf Monate nach dem Wechsel zu einem externen Dienstleister im Zuge einer Umstrukturierung. Fraglich bleibt, ob die monatelange, vorbehaltlose Weiterarbeit beim […]
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Eine Geschäftsführerin aus Oberhausen klagte 2023 gegen ihre Entlassung, wobei die gerichtliche Zuständigkeit bei Geschäftsführer-Kündigungen zum zentralen und entscheidenden Streitpunkt wurde. Ein taktischer Wechsel der Begründung im laufenden Prozess warf […]
Eine Pflegekraft forderte 13.000 Euro Schadensersatz-Ansprüche wegen Diskriminierung am Arbeitsplatz, da ihr Arbeitgeber nach sechs Jahren Krankheit die Entlassung plante, ohne ein Eingliederungs-Gespräch zu führen. Es war zu klären, ob […]
Ein Angestellter wollte seinen Bonus von 64.333 Euro per Europäischem Beschluss zur vorläufigen Kontenpfändung sichern, als sein französischer Arbeitgeber die deutsche Niederlassung schloss. Doch die bloße Verlagerung des Vermögens von […]
Eine Mitarbeiterin in einem Kleinbetrieb beantragte nach ihrer Kündigung Prozesskostenhilfe für die Kündigungsschutzklage, da sie nur 967 Euro verdiente. Das Gericht prüfte aber nicht nur die geringen Erfolgsaussichten, sondern warf […]
Ein Manager erstritt seine Weiterbeschäftigung, doch das Weisungsrecht des Arbeitgebers bei Weiterbeschäftigung führte zur Zuweisung von Digitalisierungsaufgaben in einer anderen Stadt. Der Angestellte verweigerte die Arbeit und sah darin einen […]
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Ein Ruheständler erhielt vier Monate lang weiter volles Gehalt, was zur Rückforderung der überzahlten Vergütung nach Arbeitsende durch seinen Ex-Arbeitgeber führte. Die Forderung umfasste dabei nicht nur den Nettolohn, sondern […]
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Eine Steuerkanzlei wollte ihrem gekündigten Mitarbeiter per einstweiliger Verfügung das Wettbewerbsverbot während des Kündigungsschutzverfahrens aufzwingen. Doch gerade der Rauswurf selbst könnte die Treuepflicht des Arbeitnehmers beendet und seine neue Konkurrenztätigkeit […]
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Ein 57-jähriger Mitarbeiter erhielt nach fast 20 Jahren Betriebszugehörigkeit die fristlose Kündigung wegen eines WhatsApp-Fotos an eine Kollegin. Vor Gericht ging es weniger um das Foto als um eine Frist, […]
Eine Firma kündigte ihrer Minijobberin fristlos, nachdem diese eine sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz durch den Geschäftsführer gemeldet hatte. Vor Gericht ging es um 2.500 Euro Entschädigung, doch die entscheidende Frage […]
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Lange Arbeitstage, kaum Zeit zum Durchatmen – für viele Ärztinnen und Ärzte im Krankenhausalltag eine belastende Realität. Doch was passiert, wenn die dringend benötigten Pausen der Arbeit zum Opfer fallen und dann auch noch automatisch von der Arbeitszeit abgezogen werden? Ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) vom 12. Februar 2025 (Az.: 5 AZR 51/24) bringt wichtige […]
Dies führt besonders bei kurzen Erkrankungen über das Wochenende zu unterschiedlichen Handhabungen. Wir erläutern die wichtigsten Regelungen und zeigen auf, wann Sie eine AU benötigen und wann nicht. Übersicht:Besondere Regelungen für BeamteRegelungen für TarifbeschäftigteGrundlegende MeldepflichtenBesonderheiten bei Krankheit über das WochenendeHandlungsempfehlung Besondere Regelungen für Beamte Bei Beamten im öffentlichen Dienst gilt eine vereinfachte Regelung zur Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. […]
Der Schock nach der Kündigung kommt oft erst auf dem Kontoauszug: Ihre Abfindung 2026 ist netto viel niedriger als erwartet. Schuld ist ein neues Gesetz, das Ihnen vorerst Tausende Euro nimmt. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich jeden Cent vom Finanzamt zurückholen.
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Rechtsanwalt Hans Jürgen Kotz Fachanwalt für Arbeitsrecht
Rechtsanwalt und Notar Dr. Christian Kotz Fachanwalt für Verkehrsrecht Fachanwalt für Versicherungsrecht Notar mit Amtssitz in Kreuztal
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